How to: Interkulturelle Kommunikation im Arbeitsalltag internationaler Unternehmen

In diesem Blogartikel geht es um die Frage, ob Interkulturelle Kompetenz in internationalen Unternahmen gelebt oder vergessen wird, oder ob sich eine gänzlich neue Kultur bildet. Ich beantworte außerdem die Fragem, wie Interkulturelle Kommunikation im Unternehmen noch aktiver gelebt werden kann. Und schließlich, welche Herausforderungen gemischtkulturelle/diverse Teams haben.

WIRD IN INTERNATIONALEN UNTERNEHMEN INTERKULTURELLE KOMPETENZ GELEBT, VERGESSEN, ODER BILDET SICH EINE NEUE KULTUR?

Im besten Fall entwickelt sich in einem internationalen Unternehmen eine Inter-Kultur, in der alle Beteiligten ihre unterschiedlichen Stärken, Sichtweisen und Herangehensweisen einbringen können.

Dies ist allerdings immer das Ergebnis eines längeren und bewussten Prozesses. Es erfordert – neben dem Wissen um unterschiedliche kulturelle Werte – vor allem empathische Kommunikationsfertigkeit, einen konstruktiven Umgang mit unterschiedlichen Wahrnehmungen, Ambiguitätstoleranz und der Sicherheit im Umgang mit sich selbst.

Interkulturelle Kompetenz geht weit über Toleranz und Sprachfertigkeit hinaus. Das musste auch ich in meinen acht Jahre Aufenthalt in fremden Kulturen immer wieder feststellen.

Viele Studien und Erfahrungen aus den letzten 20 Jahren zeigen deutlich, dass sich der – durchaus mühsame – Prozess zu einer Inter-Kultur langfristig gesehen lohnt. Gemischtkulturellen Teams etwa, die durch diesen Prozess gegangen sind, zeigen deutlich bessere Leistungen als homogene Teams.

Gehen sie nicht durch diesen Prozess, dann zeigen sie viel schlechtere Leistungen. Deutlich schlechtere Leistungen bei gemischtkulturellen Teams resultieren aus der Anpassung an eine dominante Gruppennorm, wodurch die Arbeitsmotivation und damit die Leistung sinken.

WIE KÖNNTE INTERKULTURELLE KOMMUNIKATION IM UNTERNEHMEN NOCH AKTIVER GELEBT WERDEN?

Das wichtigste ist meiner Meinung nach, dass die Unternehmensspitze eine entsprechende Haltung zum Umgang mit Vielfalt/Interkulturalität einnimmt. Erst wenn in den oberen Ebenen verstanden wird, dass dieser durchaus mühsame Prozess einen besseren Gesamterfolg für das Unternehmen bringt, können die unteren Ebenen diesen Prozess durchlaufen.

WELCHE HERAUSFORDERUNGEN HABEN GEMISCHTKULTURELLE/DIVERSE TEAMS?

Jedes Projektteam durchläuft verschiedene, – für alle Beteiligten – herausfordernde Projektmanagement-Phasen, wie etwa Ziele kommunizieren, Rollen verteilen, Konflikte lösen, Arbeit in virtuellen Umgebungen, etc.

In einem gemischtkulturellen Team kommen in diesen Phasen zusätzlich kulturell unterschiedliche Herangehensweisen hinzu. Ein Beispiel ist das Kennenlernen, das in sachorientierten Kulturen nicht sehr wichtig ist, da man schnell „zur Sache“ kommen will. In eher beziehungsorientierten Kulturen ist das gegenseitige Kennenlernen grundlegend für eine gute Zusammenarbeit.

Ein weiteres Beispiel ist der kulturell unterschiedliche Umgang mit Hierarchien, der festlegt, ob Ziele vom Teamleiter eher top-down oder bottom-up kommuniziert werden. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Teams, die sich mit diesen Unterschieden auseinandersetzen und es schaffen diese zu inkuldieren, weit bessere Leistungen bringen als homogenen Teams.

Teams die das nicht tun, zeigen weit schlechtere Leistungen als homogenen Teams. Auch hier wird wieder deutlich, dass sich der durchaus herausfordernde Prozess lohnt.

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